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 Archiv Saison 2007/2008
ProjectSystem12 Offline

Admin


Beiträge: 5.408

27.04.2008 20:26
Bayern machen Meisterstück: 4:1 gegen Stuttgart antworten

Champagner floss noch nicht, aber mit einem brillant aufspielenden «Edeljoker» Franck Ribery hat der FC Bayern München ausgerechnet gegen den entthronten Champion VfB Stuttgart sein Meisterstück gemacht.
«Sie können uns jetzt zur Meisterschaft gratulieren. Das schafft kein Mensch der Welt, uns von da oben wegzubringen», sagte Manager Uli Hoeneß und strahlte in die Fernsehkameras. Auch für Trainer Ottmar Hitzfeld war alles klar nach dem überlegenen herausgespielten 4:1 (1:1)-Heimerfolg am Sonntag gegen die Schwaben: «Natürlich kann uns praktisch nichts mehr passieren, außer die Meisterschaft wird eingestellt.»

Der Rekordmeister aus München baute seinen Vorsprung auf Werder Bremen und den FC Schalke 04 auf zwölf Punkte aus. Angesichts der zudem deutlich besseren Tordifferenz (plus 20) könnte an den letzten vier Spieltagen nur noch ein Fußball-Wunder den Verfolgern die Schale bescheren und den 21. Titelgewinn verhindern. «Was soll da noch passieren, dass der FC Bayern alle vier Spiele verliert - das ist nicht möglich», sagte Präsident Franz Beckenbauer als Premiere- Experten. Es wäre nach dem vor einer Woche gesicherten Pokalsieg das siebte Double für die Bayern.

Vier Tage vor dem UEFA-Pokal-Halbfinalrückspiel am 1. Mai bei Zenit St. Petersburg verzichteten die Spieler auf eine offizielle Party. Zuvor konnte sich Hitzfeld den Luxus leisten, ein halbes Dutzend Stammkräfte zu schonen - trotzdem reichte es vor 69 000 Zuschauern in der Allianz-Arena zu den Toren von Luca Toni (8.), Mark van Bommel (55.) und den Doppelschlag durch Ribery (75./76). Beim zwischenzeitlichen Ausgleich durch Antonio da Silva (19.) hatte van Bommel den Ball unhaltbar für Kahn-Ersatz Michael Rensing abgefälscht.

Den Stuttgartern brachte auch das Comeback von Mario Gomez nach vierwöchiger Verletzungspause nichts. «Leider hat uns das 2:1 das Genick gebrochen», sagte Gomez. Die Champions-League-Qualifikation dürfte nach der herben Enttäuschung nicht mehr erreichbar sein für das Team von Trainer Armin Veh.

Die Bayern setzten einmal mehr auf Rotation. So stand Rensing für den angeschlagenen Kahn im Tor. «Ich glaube, es wäre nicht intelligent gewesen zu spielen», sagte Kahn. Ribery und Ze Roberto wurden für eine Stunde geschont. Überraschend stürmte jedoch Nationalstürmer Miroslav Klose mit gebrochenem Nasenbein neben dem beim 1:1 im UEFA-Cup-Heimspiel gegen die Russen gesperrten Luca Toni.

Der Weltmeister aus Italien brauchte nicht lange, dann demonstrierte er seinen Wert eindrucksvoll mit seinem 21. Bundesliga-Tor. Stuttgarts Delpierre spielte dem Bayern-Torjäger eine Van- Bommel-Flanke vor die Füße, der Italiener nahm das Geschenk dankbar an und staubte ab. Beim Stuttgarter Ausgleich fälschte der starke van Bommel den direkten Freistoß von da Silva ab.

Beflügelt vom hochverdienten Ausgleich übernahmen die Gäste angetrieben durch den starken Bastürk das Kommando. Bei den Bayern schien die Laufbereitschaft zu fehlen, die Rotation ging auf Kosten der Harmonie. Im Mittelfeld war Ersatz-Kapitän Sagnol ein Total-Ausfall.

Eine Standardsituation bescherte den Münchnern aber die erneute Führung, als der wie Klose mit gebrochener Nase spielende van Bommel mit einem indirekten Freistoß aus 25 Metern erfolgreich war. Kurz danach wurde der Niederländer genau wie Sagnol für den Kampf um den Einzug ins UEFA-Pokal-Finale in St. Petersburg geschont.

Vor den Augen von Zenit-Trainer Dick Advocat kamen Ribery und Ze Roberto. Und der Franzose spielte sich schon einmal warm für das Duell in Russland. Mit einem Traumtor sorgte er für die Entscheidung und machte noch nicht einmal 60 Sekunden später seinen ersten Bundesliga-Doppelpack mit einer weiteren feinen Einzelleistung perfekt. «Ihm sind zwei Traumtore gelungen. Ich bin froh, dass ich ihn geschont habe», sagte Hitzfeld. In der Schlussphase verhinderte Schäfer mit zwei tollen Paraden gegen den spät eingewechselten Podolski ein VfB-Debakel.

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