
Mit Sturm, Schnee und Temperaturen bis minus fünf Grad ist der Winter am Freitag über Deutschland hereingebrochen. Über Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz wütete Sturmtief «Irmela», deckte Dächer ab und stürzte Lastwagen um.

In den Mittelgebirgen fielen bis zu 15 Zentimeter Schnee, auf den Straßen und Autobahnen stauten sich die Fahrzeuge auf mehreren Kilometern Länge, doch blieb das befürchtete Verkehrschaos aus. In den Alpen wurden die meisten Passstraßen gesperrt. Für das Wochenende rechnen die Meteorologen in den Mittelgebirgen mit ergiebigen Schneefällen, erst am Montag soll es etwas wärmer werden.

Auch die Bahn sprach vom Wetter: Wegen des erwarteten Wintereinbruchs wurden bundesweit mehr als 300 Mitarbeiter in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, um mögliche Schäden rasch beseitigen zu können, teilte der Konzern am Freitag in Berlin mit.

«Irmela» beschädigte in Duisburg das Dach des Hauptbahnhofs, der daraufhin geräumt wurde, berichtete die Bundespolizei. In Hilden (Nordrhein-Westfalen) wurde ein 100 Quadratmeter großes Flachdach mehr als 50 Meter weit auf das Dach eines Supermarkts geschleudert. Eine benachbarte Grundschule wurde vorsichtshalber evakuiert.