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ProjectSystem12 Offline

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05.01.2008 12:23
Kostet der Liter Super bald vier Euro? antworten
Preisschock beim Heizölkauf


Auch Kraftstoffe wieder teurer - Glos fordert neue Debatte über Atomausstieg


Mit zwei Tagen Verzögerung hat der Ölpreisschock die deutschen Verbrauchern erreicht: Der Preis für einen Liter Heizöl stieg nach Angaben des Hamburger Energie Informationsdienstes (EID) auf den Rekordstand von 75 Cent. Vor einem Jahr lagen die Heizölpreise bei etwa 56 Euro. Damals waren die Verbraucher wegen der Mehrwertsteuererhöhung, eines milden Winters und einer hohen Bevorratung mit vollen Tanks ins Jahr gestartet. Der Benzinpreis stieg nach EID-Beobachtungen auf 1,40 Euro für den Liter Benzin. Das sind 4 Cent mehr als im Dezember. Diesel verteuerte sich um 2 Cent auf 1,30 Euro. „Im Zuge der gestiegenen Rohölpreise verteuerten sich auch die Produkte im Rotterdamer Markt, was auch die Autofahrer und vor allem die Heizölkunden zu spüren bekamen“, erklärte EID-Chefredakteur Rainer Wiek.
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Kostet der Liter Super bald vier Euro?

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Ein Barrel (159 Liter) Rohöl hatte am Donnerstag den Rekordstand von 100,12 Dollar erreicht, nachdem am Mittwoch zum ersten Mal die 100-Dollar-Marke berührt worden war. Auslöser für den Preissprung waren Daten der US-Regierung, wonach die Rohöl-Bestände deutlich mehr gefallen sind als erwartet. Im Jahr 2007 war der Ölpreis um 57 Prozent gestiegen. Wirtschaftsexperten sind sich völlig uneinig, wie es 2008 weitergehen wird. Laut einer Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) droht in den kommenden zehn Jahren eine Verdreifachung des Benzinpreises. DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert sagte der PNP: „Sollte sich der Ölpreis verdoppeln und der Dollarkurs normalisieren, würde der Liter Super vier Euro kosten.“ Kemfert schloss schon früher eine Verdoppelung des Ölpreises auf 200 Dollar bis 2020 nicht aus. Der Wirtschaftsweise Bert Rürup sieht dagegen keinen Grund, „ökonomische Untergangsszenarien zu malen“. „Anders als beispielsweise Mitte der 70er Jahre ist der Rohölpreis in der letzten Zeit nicht die Folge einer Angebotsverknappung, sondern eines sehr dynamischen weltwirtschaftlichen Wachstums“, erläuterte der Wirtschaftswissenschaftler. Zum Ende dieses Jahres könne der Ölpreis in der Größenordnung von 80 Dollar liegen. Diese Prognose hatte tags zuvor auch Michael Bräuninger, Konjunkturexperte des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), im PNP-Interview gestellt. Angesichts des Ölpreisschocks hat Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) eine neue Debatte über eine Abkehr vom Atomausstieg gefordert. Das etappenweise Abschalten der Kernkraftwerke war noch unter der rot-grünen Bundesregierung beschlossen worden. Laut Glos könnte die Kernkraft dazu beitragen, Deutschland „weniger abhängig von Energieimporten zu machen“ und so für niedrigere Energiepreise sorgen.
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Mehr Effizienz von Heizungen gefordert

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Dagegen sieht Michael Müller, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, „keinen Zusammenhang“ zwischen Atomkraft und den Folgen des hohen Ölpreises: „Der liebe Herr Glos hat da was verwechselt“, erklärte Müller der PNP. „Man kann nicht Heizungen und Mobilität mit Atomkraft versorgen - das ist seltener Unsinn“, sagte der SPD-Politiker unserer Berliner Redaktion. Tatsächlich hängt mit der Kernkraft allein der Strompreis direkt zusammen - auf den aber der Ölpreis kaum Einfluss hat. Um die Ausgaben für Benzin oder Heizung zu senken, fordert Müller eine „Effizienzrevolution“. Holger Krawinkel, Energieexperte des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, hält eine Reduktion des Heizölverbrauchs in Gebäuden von heute 20 auf sieben Liter pro Quadratmeter und Jahr durch Wärmedämmung und effizientere Heizungen für machbar - bei Neubauten seien sogar drei Liter erreichbar. „Die Politik muss hier klare Zielvorgaben machen“, fordert Krawinkel.

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